Handwerk
Gesellenprüfung Anlagenmechaniker SHK: Ablauf, Themen und Vorbereitung
Gesellenprüfung Anlagenmechaniker SHK: Alles zu Ablauf, Themen und Gewichtung von Teil 1 und 2 sowie Tipps zur Vorbereitung für Prüflinge und Betriebe.

Gesellenprüfung Anlagenmechaniker SHK: Ablauf, Themen und Vorbereitung
Gesellenprüfung Anlagenmechaniker SHK: Alles zu Ablauf, Themen und Gewichtung von Teil 1 und 2 sowie Tipps zur Vorbereitung für Prüflinge und Betriebe.
Struktur der Gestreckten Gesellenprüfung (GGP) im SHK-Handwerk
Die Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) zeichnet sich durch eine hohe technologische Komplexität aus. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde die Struktur der Abschlussprüfung grundlegend modernisiert. Die klassische Zwischenprüfung, die früher lediglich als Leistungsstandsmessung ohne Einfluss auf die Endnote diente, wurde durch die Gestreckte Gesellenprüfung (GGP) ersetzt[1]. Diese Neuregelung stellt sicher, dass Auszubildende von Beginn an kontinuierlich lernen und ihr Wissen über die gesamte Lehrzeit hinweg festigen. Für Betriebe im Handwerk bedeutet dies eine strukturiertere Begleitung ihrer Schützlinge, die durch digitale Werkzeuge wie den Ausbildungsmanager von Absolveo noch effizienter gestaltet werden kann.
Gewichtung und zeitlicher Ablauf der Prüfungsteile
Die Gestreckte Gesellenprüfung teilt sich zeitlich und inhaltlich in zwei Abschnitte auf, die unterschiedlich stark gewichtet werden. Gemäß den offiziellen Richtlinien des Fachverbands SHK Hessen fließt der erste Teil der Gesellenprüfung mit einer Gewichtung von genau 30 Prozent in das Gesamtergebnis ein[1]. Die verbleibenden 70 Prozent entfallen auf den zweiten Teil am Ende der Ausbildung[1]. Diese Aufteilung sorgt dafür, dass bereits die Leistungen im zweiten Lehrjahr eine erhebliche Bedeutung für das erfolgreiche Bestehen der Gesellenprüfung Anlagenmechaniker SHK haben.
| Prüfungsteil | Zeitpunkt | Gewichtung | Schwerpunkte und Inhalte |
|---|---|---|---|
| Gesellenprüfung Teil 1 | Nach zirka 18 Monaten (Ende des zweiten Ausbildungsjahres) | 30 % | Arbeitsauftrag mit Montage und Inbetriebnahme einer Anlage sowie ein situatives Fachgespräch |
| Gesellenprüfung Teil 2 | Am Ende der Ausbildung (nach 3,5 Jahren) | 70 % | Kundenauftrag, Systemtechnik, Funktionsanalyse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde |
Vorteile der gestreckten Prüfungsform
Die Einführung der GGP bringt sowohl für die Auszubildenden als auch für die Ausbildungsbetriebe spürbare Vorteile mit sich. Anstelle des berüchtigten Drucks, den gesamten Stoff von dreieinhalb Lehrjahren in einer einzigen, oft stressigen Abschlussprüfung abrufen zu müssen, wird die Prüfungslast entzerrt. Da Teil 1 bereits nach der Hälfte der Ausbildungszeit stattfindet, erhalten die Prüflinge ein realistisches und rechtsverbindliches Feedback über ihren aktuellen Leistungsstand[1]. Defizite können so in der verbleibenden Ausbildungszeit gezielt behoben werden. Zudem motiviert das Wissen, dass bereits die ersten praktischen Arbeiten direkt für die Gesellennote zählen, zu einer konsequenten Vorbereitung von Beginn an.
- Entzerrung des Prüfungsdrucks durch die Verteilung auf zwei zeitversetzte Termine
- Frühzeitige Rückmeldung über das theoretische und praktische Niveau nach dem ersten Prüfungsteil
- Möglichkeit zur gezielten Nachbesserung von Schwachstellen in der zweiten Ausbildungshälfte
- Stärkere Gewichtung praktischer Fertigkeiten direkt im realitätsnahen Arbeitsumfeld der Auszubildenden
Um diese Vorteile optimal zu nutzen, ist eine strukturierte Lernbegleitung entscheidend. Betriebe können den Lernstand ihrer Auszubildenden engmaschig begleiten, während die Prüflinge selbst durch moderne Hilfsmittel wie den Prüfungstrainer von Absolveo eine gezielte Vorbereitung auf beide Prüfungsteile erfahren. So lassen sich komplexe theoretische Grundlagen und praxisnahe Abläufe Schritt für Schritt verinnerlichen, um am Tag der Prüfung Bestleistungen abzurufen.
Gesellenprüfung Teil 1: Ablauf und Schwerpunkte nach 18 Monaten
Der erste Teil der gestreckten Gesellenprüfung findet am Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt, in der Regel nach 18 Monaten Ausbildungszeit. Diese Prüfung ist keine bloße Zwischenprüfung mehr, sondern fließt bereits mit einer Gewichtung von 30 Prozent in das abschließende Gesamtergebnis ein[1]. Für Ausbilder und Innungsmeister im Handwerk ist es besonders wichtig, dass angehende Gesellen das Gelernte unter realen Bedingungen umsetzen können. Auszubildende müssen beweisen, dass sie grundlegende handwerkliche Tätigkeiten beherrschen und technische Vorgaben selbstständig umsetzen können. Zur gezielten Vorbereitung können Betriebe den Ausbildungsstand digital über den Ausbildungsmanager steuern, während Prüflinge sich intensiv mit den typischen Aufgabenstellungen für die Gesellenprüfung Anlagenmechaniker SHK vertraut machen.
Struktur und Inhalt der praktischen Arbeitsaufgabe
Das Herzstück der Prüfung nach 18 Monaten bildet die praktische Arbeitsaufgabe, die auf einem simulierten Kundenauftrag basiert[1]. Die Prüflinge erhalten eine technische Zeichnung und müssen innerhalb der vorgegebenen Zeit ein funktionsfähiges Rohrleitungssystem montieren, befestigen und anschließen. Dabei werden unterschiedliche Werkstoffe wie Kupfer, Edelstahl oder Kunststoff-Verbundrohre verwendet. Zu den geforderten handwerklichen Bearbeitungstechniken gehören das maßgenaue Biegen von Rohren sowie das fachgerechte Verbinden mittels Löten, Pressen, Schweißen oder Verschrauben. Neben der mechanischen Ausführung wird auch die Anordnung der Bauteile streng bewertet.
Dichtheitsprüfung, Messprotokolle und elektrotechnische Prüfungen
Ein fehlerfreies Werkstück allein reicht nicht aus, um die Prüfung erfolgreich zu bestehen. Eine wesentliche Anforderung ist die normgerechte Durchführung von Prüfverfahren und deren lückenlose Dokumentation[1]. Die Prüflinge müssen das fertiggestellte Rohrleitungssystem einer Dichtheitsprüfung mit Wasser oder Luft unterziehen. Darüber hinaus sind grundlegende elektrotechnische Messungen an elektrischen Betriebsmitteln der Anlage gefordert, wie beispielsweise die Überprüfung des Potenzialausgleichs oder die Messung des Schutzleiterwiderstands. Alle Messwerte und Prüfschritte müssen eigenständig in ein Messprotokoll eingetragen und bewertet werden. Ungenaue Dokumentationen oder vergessene Messwerte führen unweigerlich zu erheblichem Punktabzug.
Zeitvorgaben und Anforderungen an das Werkstück
- Gesamtzeitrahmen: Die Prüfung für den Teil 1 der gestreckten Gesellenprüfung umfasst insgesamt höchstens zehn Stunden, wobei für die praktische Ausführung der Arbeitsaufgabe in der Regel acht Stunden vorgesehen sind.
- Maßhaltigkeit und Ausrichtung: Das Werkstück muss exakt nach den Maßangaben der Zeichnung gefertigt sein, da Abweichungen außerhalb der Toleranzgrenzen direkt bestraft werden.
- Dichtheit und Funktion: Die Anlage muss der Belastungsprobe standhalten und darf an den Verbindungsstellen keinerlei Undichtigkeiten aufweisen.
- Arbeitsschutz und Sauberkeit: Die Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften, das korrekte Tragen der Schutzkleidung sowie ein sauberer Arbeitsplatz sind feste Bewertungskriterien.
- Eigene Dokumentation: Das Ausfüllen des Messprotokolls und die schriftliche Auswertung der Messergebnisse müssen fehlerfrei und ohne fremde Hilfe erfolgen.
Sowohl für Ausbildungsbetriebe im Handwerk als auch für die Auszubildenden selbst ist eine strukturierte Vorbereitung der Schlüssel zum Erfolg. Die Digitalisierung des Berichtshefts und der Ausbildungsinhalte sorgt dafür, dass alle relevanten Fertigkeiten rechtzeitig vermittelt werden. Wenn Ausbilder den Lernfortschritt eng über den Ausbildungsmanager begleiten und Prüflinge den Prüfungstrainer für gezielte Prüfungssimulationen nutzen, verliert der erste Teil der Gesellenprüfung seinen Schrecken und legt ein stabiles Fundament für den späteren zweiten Teil am Ende der Ausbildung.
Gesellenprüfung Teil 2: Die vier entscheidenden Prüfungsbereiche
Die Gesellenprüfung Teil 2 bildet den entscheidenden Abschluss der Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK). Während Teil 1 der Prüfung bereits nach dem ersten Drittel der Ausbildungszeit stattfindet und mit 30 Prozent gewichtet wird, fließen die Leistungen aus Teil 2 mit stolzen 70 Prozent in die Gesamtnote ein[2]. Für angehende Fachkräfte und Ausbildungsbetriebe ist es daher unerlässlich, sich intensiv mit der Struktur dieser zweiten Prüfungsphase auseinanderzusetzen. Eine strukturierte Vorbereitung auf die Gesellenprüfung Anlagenmechaniker SHK legt das Fundament für einen erfolgreichen Berufsstart im Handwerk.
Der Kundenauftrag und das situationsbezogene Fachgespräch
Der wichtigste und zugleich umfangreichste Prüfungsbereich im zweiten Teil ist der praktische Kundenauftrag. Für diese komplexe Arbeitsaufgabe sind laut den offiziellen IHK-Vorgaben insgesamt bis zu 15 Stunden Prüfungszeit vorgesehen[2]. Der Prüfling führt dabei eine reale oder simulierte handwerkliche Aufgabe aus, die seinem spezifischen Einsatzgebiet entspricht, und dokumentiert die Arbeitsschritte mit praxisbezogenen Unterlagen. Ein integraler Bestandteil dieses Bereichs ist das situationsbezogene Fachgespräch. Dieses dauert höchstens 20 Minuten und findet direkt während der Durchführung der Arbeitsaufgabe statt[2]. In diesem Gespräch muss der Prüfling zeigen, dass er Kundenwünsche verstehen, technische Zusammenhänge erklären und seine fachliche Vorgehensweise professionell begründen kann.
Die schriftlichen Prüfungsbereiche im Überblick
Zusätzlich zur praktischen Arbeitsaufgabe müssen die Prüflinge ihr theoretisches Fachwissen in drei schriftlichen Prüfungsbereichen unter Beweis stellen. Der Bereich Arbeitsplanung nimmt mit maximal 150 Minuten die meiste Zeit in Anspruch und befasst sich mit der Vorbereitung von Montage- und Instandhaltungsarbeiten[2]. Im Bereich Systemanalyse und Instandhaltung liegt der Fokus auf der Fehlersuche und der Wartung von Anlagen, wofür höchstens 90 Minuten zur Verfügung stehen[2]. Den Abschluss bildet das Fach Wirtschafts- und Sozialkunde, das gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen der Berufswelt abfragt und auf maximal 60 Minuten ausgelegt ist[2].
| Prüfungsbereich | Prüfungsform & Dauer | Gewichtung an Gesamtprüfung |
|---|---|---|
| Kundenauftrag (inklusive Fachgespräch) | Praktisch & mündlich, max. 15 Stunden (Fachgespräch max. 20 Minuten) | 35 Prozent |
| Arbeitsplanung | Schriftlich, max. 150 Minuten | 15 Prozent |
| Systemanalyse und Instandhaltung | Schriftlich, max. 90 Minuten | 10 Prozent |
| Wirtschafts- und Sozialkunde | Schriftlich, max. 60 Minuten | 10 Prozent |
Für Ausbilder und Innungsmeister im Handwerk ist die transparente Begleitung dieser Prüfungsphase entscheidend, um den Auszubildenden eine strukturierte Vorbereitung zu ermöglichen. Durch den Einsatz einer modernen Ausbildungsplattform im Handwerk lässt sich der Fortschritt der theoretischen Lerneinheiten nahtlos überwachen. Betriebe können mit dem Ausbildungsmanager von Absolveo die gesamte Ausbildung digital steuern und die Prüflinge gezielt auf die Herausforderungen der Gesellenprüfung Teil 2 vorbereiten. Auf diese Weise wird das Risiko minimiert, dass Wissenslücken erst kurz vor dem Prüfungstermin auffallen.
Bestehensregelung und Notenberechnung im Detail
Die Bewertung der gestreckten Gesellenprüfung Anlagenmechaniker SHK folgt einer präzisen mathematischen Gewichtung, die sich über die gesamte Ausbildungszeit erstreckt. Während der erste Teil der Abschlussprüfung am Ende des zweiten Ausbildungsjahres mit insgesamt 30 Prozent in die Endnote einfließt, entfallen auf den zweiten Teil am Ende der Ausbildung die verbleibenden 70 Prozent[2]. Diese Aufteilung verdeutlicht, dass konstante Leistungen von Beginn an entscheidend für den Gesamterfolg der Ausbildung sind.
Die Gewichtung der Prüfungsbereiche
Im zweiten Teil der Gesellenprüfung werden vier eigenständige Prüfungsbereiche bewertet. Die Verteilung der Prozentpunkte zeigt deutlich, welche Schwerpunkte die Prüfungsordnung setzt, um die berufliche Handlungsfähigkeit der angehenden Fachkräfte umfassend abzubilden[2].
| Prüfungsbereich | Prüfungsform | Gewichtung an der Gesamtnote |
|---|---|---|
| Teil 1: Versorgungstechnik | Praktisch und schriftlich | 30 % |
| Teil 2: Kundenauftrag | Mündlich und praktisch | 35 % |
| Teil 2: Arbeitsplanung | Schriftlich | 15 % |
| Teil 2: Systemanalyse und Instandhaltung | Schriftlich | 10 % |
| Teil 2: Wirtschafts- und Sozialkunde | Schriftlich | 10 % |
Die fünf Bedingungen zum Bestehen der Prüfung
Für das erfolgreiche Bestehen der Ausbildung reicht es nicht aus, eine gute Gesamtnote zu erzielen. Die Prüfungsordnung definiert fünf konkrete Bedingungen, die kumulativ erfüllt sein müssen. Insbesondere für Ausbilder und Innungsmeister im Handwerk ist diese Struktur von Bedeutung, um Auszubildende gezielt auf kritische Prüfungsphasen vorzubereiten. Das wichtigste Sperrfach ist dabei der Kundenauftrag, der zwingend mindestens mit der Note ausreichend bestanden werden muss[2].
- Das Gesamtergebnis aus Teil 1 und Teil 2 der Gesellenprüfung muss mindestens ausreichend (mindestens 50 Punkte) betragen[2].
- Das Einzelergebnis von Teil 2 der Prüfung muss ebenfalls mindestens bei ausreichend liegen[2].
- Der Prüfungsbereich Kundenauftrag muss zwingend mit mindestens ausreichend bewertet werden[2].
- In mindestens zwei der übrigen drei schriftlichen Prüfungsbereiche von Teil 2 muss mindestens eine ausreichende Leistung erbracht werden[2].
- Keiner der Prüfungsbereiche in Teil 2 darf mit der Note ungenügend (unter 30 Punkte) bewertet worden sein[2].
Mündliche Ergänzungsprüfung als Rettungsanker
Sollte ein Prüfling in einem der schriftlichen Bereiche von Teil 2 (Arbeitsplanung, Systemanalyse und Instandhaltung oder Wirtschafts- und Sozialkunde) eine mangelhafte Note erhalten haben, besteht unter bestimmten Umständen die Möglichkeit einer mündlichen Ergänzungsprüfung. Diese dauert etwa 15 Minuten und kann den Ausschlag für das Bestehen der gesamten Ausbildung geben, sofern die gezeigte Leistung die Defizite ausgleichen kann[2]. Hierbei werden das bisherige schriftliche Ergebnis und die mündliche Leistung im Verhältnis 2 zu 1 gewichtet[2]. Um ein solches Szenario von vornherein zu vermeiden, können Betriebe und Bildungsträger auf eine moderne, digitale Plattform für das Handwerk setzen. Mit dem Absolveo Ausbildungsmanager lässt sich der Ausbildungsstand kontinuierlich begleiten, während der Prüfungstrainer eine gezielte Simulation schriftlicher und praktischer Aufgaben ermöglicht.
Die Rolle der Ausbildungsbetriebe bei der Prüfungsorganisation
Die Ausbildung zum Anlagenmechaniker SHK ist ein partnerschaftlicher Prozess, bei dem den Ausbildungsbetrieben eine zentrale Rolle zukommt. Besonders vor der gestreckten Gesellenprüfung tragen die Betriebe die rechtliche und organisatorische Verantwortung dafür, dass ihre Auszubildenden reibungslos an den Prüfungen teilnehmen können. Der ausbildende Betrieb übernimmt die offizielle Anmeldung des Lehrlings, sobald die Aufforderung der zuständigen Innung, der Kreishandwerkerschaft oder der Handwerkskammer vorliegt[3]. Ausbilder und Innungsmeister im Handwerk koordinieren diesen Prozess eng, um sicherzustellen, dass keine Fristen versäumt werden.
Pflichten des Betriebs: Werkzeuge, Fristen und Nachweise
Neben der reinen Terminkoordination verlangt die Prüfungsordnung von den Betrieben die Bereitstellung aller für die praktische Prüfung benötigten Werkzeuge, Prüfmittel und Materialien. Da der praktische Teil der Gesellenprüfung eine komplexe Arbeitsaufgabe an realen Systemen umfasst, müssen Ausbilder sicherstellen, dass die Prüflinge mit den passenden Spezialwerkzeugen ausgestattet sind[3]. Eine weitere zwingende Voraussetzung für die Prüfungszulassung ist das ordnungsgemäße Führen des Berichtshefts[3]. Ohne diese schriftlichen oder digitalen Ausbildungsnachweise ist eine Zulassung durch den Prüfungsausschuss gesetzlich ausgeschlossen.
- Anmeldung zur Gesellenprüfung: Der Betrieb füllt die Anmeldeformulare nach der offiziellen Aufforderung aus, lässt sie vom Auszubildenden unterschreiben und reicht sie fristgerecht ein[3].
- Bereitstellung der Ausrüstung: Alle Materialien, branchenspezifischen Messgeräte und Spezialwerkzeuge für den praktischen Kundenauftrag müssen dem Lehrling kostenfrei bereitgestellt werden[3].
- Führung des Berichtshefts: Die lückenlose Dokumentation der Ausbildungsinhalte im Berichtsheft muss kontinuierlich vom Ausbilder kontrolliert, gegengezeichnet und der Anmeldung beigelegt werden[3].
- Gesetzliche Freistellung: Der Auszubildende muss für alle Prüfungsteile sowie für den Arbeitstag vor der schriftlichen Prüfung unter Fortzahlung der Vergütung freigestellt werden.
Effiziente Verwaltung mit dem Ausbildungsmanager von Absolveo
In der Praxis führt die manuelle Verwaltung von Berichtsheften, Einsatzplänen und Anmeldefristen in vielen Betrieben zu erheblichem administrativem Aufwand. Um das Risiko von Verzögerungen oder einer verweigerten Prüfungszulassung zu minimieren, bietet die digitale Ausbildung im Handwerk zeitgemäße Lösungen. Mit dem Ausbildungsmanager von Absolveo lässt sich der gesamte Ausbildungsprozess zentral steuern. Das digitale Berichtsheft ermöglicht es Auszubildenden, ihre Nachweise per Smartphone zu pflegen, während Ausbilder diese mit wenigen Klicks prüfen und freigeben können. So behalten Betriebe den Lernfortschritt stets im Blick und stellen sicher, dass alle Unterlagen pünktlich zur Gesellenprüfung vollständig vorliegen.
Praktische und theoretische Vorbereitung mit modernen Lern-Tools
Die Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) erstreckt sich über einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren und erfordert sowohl handwerkliches Geschick als auch fundiertes theoretisches Fachwissen. Um die anspruchsvollen Hürden der gestreckten Gesellenprüfung erfolgreich zu meistern, ist eine enge Verzahnung von praktischen Fertigkeiten in der Werkstatt und einer strukturierten theoretischen Vorbereitung unerlässlich[3]. In der Praxis zeigt sich, dass Prüflinge, die sich frühzeitig mit den theoretischen Inhalten auseinandersetzen, deutlich selbstsicherer in die Prüfungssituationen gehen. Moderne digitale Lösungen unterstützen Auszubildende und Betriebe gleichermaßen dabei, den aktuellen Lernstand präzise einzuschätzen und gezielte Maßnahmen zur Verbesserung zu ergreifen.
Gezieltes Schließen von Wissenslücken mit dem Prüfungstrainer
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist das rechtzeitige Erkennen und Beheben von individuellen Defiziten. Mit einer zielgerichteten Vorbereitung auf die Gesellenprüfung Anlagenmechaniker SHK steht den Lernenden ein intelligenter Prüfungstrainer zur Verfügung, der genau hier ansetzt. Die Software analysiert das Antwortverhalten der Nutzer in Echtzeit und deckt verborgene Wissenslücken in komplexen Themenbereichen wie der Heizungstechnik oder den erneuerbaren Energien systematisch auf. Durch diese kontinuierliche Fehlerauswertung müssen Auszubildende im Handwerk nicht mehr mühsam stapelweise Papierunterlagen durchforsten, sondern können sich ganz gezielt den Themen widmen, die noch nicht fehlerfrei sitzen.
- Simulierte Prüfungssituationen: Durch realitätsnahe Testläufe unter zeitlichen Bedingungen lernen die Prüflinge, ihren Zeitdruck zu bewältigen und sich auf die Kernfragen der schriftlichen Prüfungsbereiche zu fokussieren.
- Interaktive Karteikarten: Das regelmäßige Wiederholen von Fachbegriffen, Sicherheitsvorschriften und mathematischen Berechnungen festigt das Wissen im Langzeitgedächtnis.
- Individuelle Lernpläne: Automatisch generierte Lernpfade passen sich dem Lerntempo an und sorgen dafür, dass bis zum tatsächlichen Prüfungstermin alle relevanten Lernfelder abgedeckt sind.
- Fortschrittstracking für Ausbilder: Betriebe können die Vorbereitung begleiten und gezielte Hilfestellungen geben, um eine optimale Erfolgsquote zu sichern.
Effektives Zeitmanagement in der Vorbereitungsphase
Das richtige Zeitmanagement entscheidet darüber, ob die Vorbereitung stressfrei verläuft oder im Lernchaos endet. Für die Zulassung zur Gesellenprüfung ist unter anderem die ordnungsgemäße Führung des Berichtshefts eine zwingende Voraussetzung[3]. Ausbilder und Innungsmeister im Handwerk stehen hierbei in der Pflicht, ihre Auszubildenden eng zu begleiten. Über den Ausbildungsmanager von Absolveo lässt sich die gesamte Ausbildungsdokumentation sowie der Lernfortschritt digital und übersichtlich steuern. Auf diese Weise behalten sowohl die Auszubildenden als auch die Betriebe stets den Überblick und können die verbleibende Zeit bis zu den schriftlichen und praktischen Prüfungen optimal einteilen.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird die Gesellenprüfung zum Anlagenmechaniker SHK gewichtet?
Die gestreckte Gesellenprüfung besteht aus zwei Teilen. Teil 1 fließt zu 30 % in das Gesamtergebnis ein, während Teil 2 eine Gewichtung von 70 % aufweist. Beide Teile müssen erfolgreich absolviert werden, um die Ausbildung abzuschließen.
Wann findet Teil 1 der Gesellenprüfung statt?
Der erste Teil der Prüfung findet in der Regel nach 18 Monaten statt, also am Ende des zweiten Ausbildungsjahres. Er ersetzt die klassische Zwischenprüfung.
Wie lange dauert die praktische Prüfung in Teil 2?
Der Prüfungsbereich Kundenauftrag in Teil 2 der Gesellenprüfung nimmt eine Dauer von bis zu 15 Stunden in Anspruch und umfasst neben der praktischen Durchführung auch ein situationsbezogenes Fachgespräch.
Welche theoretischen Fächer werden in Teil 2 geprüft?
In Teil 2 werden die schriftlichen Prüfungsbereiche Systemtechnik, Instandhaltung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft. Letzterer hat eine standardisierte Dauer von 90 Minuten.
Welche Rolle spielt das Berichtsheft bei der Prüfungszulassung?
Das lückenlose Führen eines Berichtshefts ist eine formale Zulassungsvoraussetzung für die Abschlussprüfung. Digitale Tools wie der Ausbildungsmanager von Absolveo helfen dabei, diese Berichte rechtssicher und unkompliziert einzureichen.


