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Pflegefachkraft-Examen: Lernplan und Prüfungswissen für die Abschlussprüfung

Erfolgreich durch das Pflegefachkraft-Examen: Strukturierter Lernplan, wichtiges Prüfungswissen zur PflAPrV und praktische Tipps für Auszubildende und Betriebe.

23. Juni 2026 · Absolveo Redaktion · 14 Min. Lesezeit
Pflegefachkraft-Examen: Lernplan und Prüfungswissen für die Abschlussprüfung

Pflegefachkraft-Examen: Lernplan und Prüfungswissen für die Abschlussprüfung

Erfolgreich durch das Pflegefachkraft-Examen: Strukturierter Lernplan, wichtiges Prüfungswissen zur PflAPrV und praktische Tipps für Auszubildende und Betriebe.

Eine angehende Pflegefachkraft lernt konzentriert am Tablet mit Lernkarteien und einem Kalender für die Prüfungsvorbereitung.
Eine angehende Pflegefachkraft lernt konzentriert am Tablet mit Lernkarteien und einem Kalender für die Prüfungsvorbereitung.

Der Aufbau des Pflegefachkraft-Examens nach der PflAPrV

Die generalistische Ausbildung zur Pflegefachkraft schließt mit einer staatlichen Prüfung ab, deren Struktur und Durchführung streng in der Pflegeberufe-Ausbildungs- und -Prüfungsverordnung, kurz PflAPrV, geregelt sind[1]. Diese Abschlussprüfung stellt sowohl für die Auszubildenden als auch für die Ausbildungsbetriebe und Pflegeschulen eine erhebliche organisatorische und fachliche Herausforderung dar. Um die hohen Hürden dieses dreiteiligen Examens erfolgreich zu meistern, ist ein tiefes Verständnis des Prüfungsaufbaus unerlässlich. Nur durch eine strukturierte Abstimmung zwischen der Pflegeschule und dem Ausbildungsbetrieb lässt sich sicherstellen, dass alle relevanten Kompetenzen rechtzeitig vermittelt und vertieft werden.

Die drei Säulen der Abschlussprüfung

Das Examen Pflegefachkraft gliedert sich in drei eigenständige Prüfungsteile: den schriftlichen, den mündlichen und den praktischen Teil[1]. Jeder dieser Teile muss separat mit mindestens der Note ausreichend bestanden werden. Eine Ausgleichsmöglichkeit zwischen den einzelnen Prüfungsteilen gibt es gesetzlich nicht. Das bedeutet: Wer in einem Teil durchfällt, muss genau diesen Teil wiederholen, selbst wenn die Leistungen in den anderen Bereichen hervorragend waren. Dies erhöht den Druck auf die Lernenden erheblich und erfordert eine geziehte Vorbereitung auf alle drei Formate.

PrüfungsteilFormat & Struktur nach PflAPrVFokus der Bewertung
Schriftliche PrüfungDrei Aufsichtsarbeiten zu je 120 Minuten an aufeinanderfolgenden Tagen.Fachwissen aus verschiedenen Kompetenzbereichen der Pflege.
Mündliche PrüfungEine Prüfung von in der Regel 30 bis 45 Minuten Dauer pro Prüfling.Fähigkeit zur Fallanalyse, Beratung und professionellen Kommunikation.
Praktische PrüfungEine komplexe Pflegeaufgabe inklusive Vorbereitung, Durchführung, Evaluation und Reflexionsgespräch von bis zu vier Stunden.Planung, Durchführung und Evaluation einer echten Pflegesituation am Patienten.

Die Koordination zwischen Pflegeschule und Ausbildungsbetrieb

Für Ausbildungsbetriebe, Pflegedienste und Pflegeschulen ist die enge Abstimmung ein kritischer Erfolgsfaktor. Die Pflegedienst- und Ausbildungsleitung muss den gesetzlichen Rahmen der Pflegeausbildung exakt im Blick behalten, um die praktischen Einsätze optimal mit den theoretischen Inhalten der Schule zu verzahnen. Ein digitaler Ausbildungsmanager hilft dabei, Lernstände transparent zu dokumentieren und Lücken vor dem Prüfungstermin rechtzeitig zu schließen. Gleichzeitig können die Auszubildenden mit einem intelligenten Prüfungstrainer das theoretische Wissen gezielt im Selbststudium vertiefen. Diese Kombination aus strukturierter betrieblicher Begleitung und moderner Software entlastet die Ausbilder und gibt den Prüflingen die notwendige Sicherheit für alle drei Prüfungsteile.

Die schriftliche Prüfung: Drei Tage geballtes Pflegewissen

Die schriftliche Abschlussprüfung zur Pflegefachkraft ist für viele Auszubildende die erste große Hürde auf dem Weg zum staatlich anerkannten Examen. Nach den Vorgaben der Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV) erstreckt sich dieser Prüfungsteil über drei aufeinanderfolgende Tage[1]. An jedem dieser Tage müssen die Prüflinge eine Aufsichtsarbeit mit einer Bearbeitungszeit von jeweils exakt 120 Minuten bewältigen[1]. Dieser straffe Zeitrahmen verlangt nicht nur fundiertes theoretisches Wissen, sondern auch die Fähigkeit, komplexe pflegerische Sachverhalte schnell zu erfassen und strukturiert auf Papier zu bringen. Für Ausbildungseinrichtungen und Lehrkräfte stellt diese Phase eine logistische und pädagogische Verantwortung dar, bei der sie ihre Auszubildenden eng begleiten müssen.

Die drei schriftlichen Aufsichtsarbeiten im Fokus

Die schriftlichen Arbeiten sind nicht einfach reine Abfragen von Auswendiggelerntem. Sie basieren auf komplexen Fallbeispielen, die reale Pflegesituationen abbilden. Geprüft werden die Kompetenzbereiche I bis V nach den gesetzlichen Vorgaben, wobei die Fähigkeit zur systematischen Pflegeprozessgestaltung im Mittelpunkt steht[1]. Um sich optimal auf diese thematischen Schwerpunkte vorzubereiten, nutzen viele angehende Pflegekräfte gezielte Online-Lernmaterialien für das Examen Pflegefachkraft, um die typische Fallarbeit vorab intensiv zu trainieren.

  • Erster Prüfungstag (Schwerpunkt Pflegeprozessgestaltung): Im Fokus steht die systematische Planung, Durchführung und Evaluation der Pflege von Menschen aller Altersstufen in unterschiedlichen Lebenslagen[1].
  • Zweiter Prüfungstag (Spezifische Pflegesituationen): Hier liegt das Augenmerk auf der Gestaltung von Pflegeprozessen bei Menschen in besonderen Lebensphasen oder mit spezifischen gesundheitlichen Problemen, einschließlich Kommunikation, Beratung und Anleitung[1].
  • Dritter Prüfungstag (Wissenschaft, Recht und Qualität): Die letzte Arbeit verknüpft das Pflegehandeln mit pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen, Qualitätskriterien sowie rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens[1].

Strategische Zeiteinteilung und praxisnahe Vorbereitung

Bei einer Bearbeitungszeit von nur zwei Stunden pro Klausur ist ein kluges Zeitmanagement entscheidend für den Erfolg. Erfahrene Ausbilder empfehlen eine feste Zeiteinteilung: Die ersten 15 Minuten sollten ausschließlich dem sorgfältigen Lesen des Fallbeispiels und der Strukturierung der Aufgaben gewidmet sein. Für die eigentliche Bearbeitung und die detaillierte Formulierung der Pflegeplanung verbleiben dann rund 90 Minuten. Die letzten 15 Minuten dienen der abschließenden Korrektur und dem Abgleich mit den Aufgabenstellungen. Um dieses Zeitgefühl unter realen Bedingungen zu trainieren, ist eine frühzeitige Simulation der Prüfungssituation ratsam.

Hier unterstützen moderne digitale Lösungen sowohl die Lernenden als auch die Ausbildungsbetriebe. Während Pflegeschulen und Betriebe mit dem Ausbildungsmanager den Lern- und Ausbildungsstand ihrer Klassen transparent im Blick behalten, können die Prüflinge im integrierten Prüfungstrainer realitätsnahe Simulationen absolvieren und ihre Fehler gezielt auswerten. Auf diese Weise verwandelt sich die theoretische Vorbereitung in eine strukturierte, angstfreie Generalprobe für die drei entscheidenden Tage.

Die praktische Prüfung: Pflegeprozess und Reflexion am Bett

Die praktische Prüfung nach der Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV) ist ein entscheidender Meilenstein in der Pflegeausbildung und stellt hohe Anforderungen an alle Beteiligten. In diesem anspruchsvollen Teil müssen die Auszubildenden direkt am Patientenbett nachweisen, dass sie komplexe Pflegeprozesse eigenständig steuern und flexibel auf die Bedürfnisse der Pflegeempfänger reagieren können. Für Pflegedienstleitungen und Ausbildungsbeauftragte bedeutet die Organisation dieser Prüfungsphase eine erhebliche logistische und pädagogische Verantwortung, die eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis erfordert.

Zeitlicher Ablauf und Struktur der praktischen Prüfung

Der Gesetzgeber sieht für die praktische Prüfung einen streng getakteten Rahmen vor, um eine objektive Bewertung der erbrachten Leistungen sicherzustellen. Die gesamte Prüfung am Krankenbett darf eine maximale Dauer von 240 Minuten nicht überschreiten[2]. Innerhalb dieses Zeitfensters müssen die Prüflinge verschiedene Phasen durchlaufen, die von der ersten Patientenvorstellung bis zur abschließenden Reflexion reichen. Besonders wichtig ist hierbei die Einhaltung der zeitlichen Vorgaben für die einzelnen Gespräche, da diese direkt in die Notengebung einfließen.

PrüfungsphaseMaximale DauerFokus und Inhalt
Fallvorstellung20 MinutenStrukturierte Präsentation des Pflegeempfängers, der Pflegediagnosen und des geplanten Ablaufs durch den Prüfling.
Pflegeerhebung & -durchführungVariabel (Teil der 240 Min.)Praktische Umsetzung der geplanten Maßnahmen direkt am Patientenbett unter Einhaltung von Hygiene- und Sicherheitsstandards.
Reflexionsgespräch20 MinutenKritische Analyse des eigenen Handelns, Begründung von Entscheidungen und Einordnung von Abweichungen im Pflegeprozess.
Gesamte praktische Prüfung240 MinutenMaximaler zeitlicher Rahmen für den gesamten Ablauf inklusive Dokumentation und Auswertung.

Herausforderung Pflegeprozess und Bedarfsmanagement

Der Kern der Prüfung liegt im professionellen Management von Pflegebedürfnissen. Es reicht nicht aus, vorgegebene Handlungsabläufe schematisch abzuarbeiten. Die Auszubildenden müssen in der Lage sein, Prioritäten richtig zu setzen, auf akute Veränderungen des Patientenzustands souverän zu reagieren und ihre Maßnahmen wissenschaftlich zu begründen. Diese Handlungskompetenz erfordert eine fundierte theoretische Basis in Anatomie, Krankheitslehre und Pflegewissenschaften, die bereits während der gesamten Ausbildung kontinuierlich aufgebaut werden muss.

Um die nötige Sicherheit für die praktische Umsetzung am Bett zu gewinnen, nutzen angehende Pflegefachkräfte vermehrt digitale Werkzeuge. Mit dem Absolveo Prüfungstrainer können sich die Lernenden gezielt auf die theoretischen Grundlagen des Pflegeprozesses vorbereiten. Durch den spielerischen und strukturierten Zugang zu über 900 Fragen und digitalen Karteikarten lässt sich das benötigte Fachwissen festigen, um sich optimal auf das Examen Pflegefachkraft vorzubereiten. Das senkt die Prüfungsangst und schafft die mentalen Freiräume, die für die Bewältigung der anspruchsvollen 240 Minuten am Patientenbett zwingend erforderlich sind.

Die mündliche Prüfung: Das fallbezogene Fachgespräch meistern

Die mündliche Abschlussprüfung nach der Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV) wird von vielen Auszubildenden als die größte Hürde des Examens wahrgenommen. Im Mittelpunkt steht hierbei das fallbezogene Fachgespräch, bei dem die Prüflinge eine zuvor bearbeitete Fallsituation präsentieren und fachlich begründen müssen. Die gesetzliche Vorgabe sieht dafür eine Vorbereitungszeit von in der Regel 30 Minuten vor, gefolgt von einer Prüfungsdauer von 30 bis 45 Minuten je pflegerischem Schwerpunkt[3]. In dieser Zeit gilt es, theoretisches Pflegewissen unter Druck präzise abzurufen und auf den konkreten Fall anzuwenden.

Ablauf und Anforderungen des Prüfungsgesprächs

Während des Fachgesprächs agiert der Prüfungsausschuss als professioneller Gesprächspartner. Die bewerteten Kompetenzen erstrecken sich über verschiedene Pflegeanlässe sowie Zielgruppen, um die Generalistik der Ausbildung abzubilden[3]. Da das Gespräch eine interaktive Diskussion darstellt, müssen Auszubildende fähig sein, flexibel auf Rückfragen zu reagieren und Pflegeentscheidungen spontan zu verteidigen. Um diese Dynamik bereits in der Ausbildung intensiv zu trainieren, können Ausbildungsbetriebe und Schulen auf moderne Simulationen zurückgreifen, wie sie der digitale Prüfungstrainer für das Examen Pflegefachkraft bereithält.

Methoden zur strukturierten Argumentation

Eine strukturierte Argumentationskette schützt den Prüfling vor dem Verlust des roten Fadens und zeigt den Prüfern, dass Pflegeentscheidungen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren. Ein bewährter Ansatz für die Fallanalyse ist die Orientierung am Pflegeprozess und die präzise Formulierung von Pflegediagnosen nach dem PES-Schema (Problem, Ätiologie, Symptom). Die Begründung der geplanten Maßnahmen sollte sich stets auf die Nationalen Expertenstandards stützen, um die fachliche Qualität zu untermauern.

  1. Fallanalyse und Priorisierung: Erfassen der Patientensituation sowie die Identifikation der dringendsten Pflegeprobleme direkt zu Beginn des Gesprächs.
  2. Fachliche Herleitung: Verknüpfung der geplanten Pflegemaßnahmen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und rechtlichen Vorgaben.
  3. Ressourcenorientierung: Einbeziehung der verbliebenen Fähigkeiten der pflegebedürftigen Person zur gezielten Förderung der Selbstständigkeit.
  4. Reflexion und Evaluation: Aufzeigen konkreter Kriterien, an denen der Erfolg oder Misserfolg der getroffenen Pflegeinterventionen gemessen werden kann.

Prüfungsangst überwinden durch gezielte Vorbereitung

Die Angst vor einem Blackout im mündlichen Examen ist eine weit verbreitete Herausforderung. Das wirksamste Gegenmittel ist die praktische Simulation der Prüfungssituation. Durch das laute Formulieren von Pflegebegründungen im Team oder mit Praxisanleitern wird die Sprechhemmung sukzessive abgebaut. Ausbilder und Pflegedienstleitungen können den Lernfortschritt und die Prüfungsvorbereitung im Betrieb koordinieren, indem sie den Ausbildungsmanager einsetzen, um Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und Lernende gezielt zu unterstützen. Eine transparente Begleitung durch den Ausbildungsbetrieb gibt den Auszubildenden die notwendige Sicherheit, um dem Fachgespräch ruhig und selbstbewusst zu begegnen.

Der optimale Lernplan für das Examen: Schritt für Schritt zum Erfolg

Die Abschlussprüfung zur Pflegefachkraft ist ein anspruchsvolles Verfahren, das theoretisches Wissen mit praktischem Können verknüpft. Wie mühsam dieser Weg sein kann, zeigt der Erfolg der Absolventen: Im Jahr 2024 haben im zweiten Abschlussjahrgang nach Einführung der generalistischen Ausbildung rund 37.400 Personen ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann erfolgreich abgeschlossen[4]. Um diese Hürde ohne übermäßigen Stress zu meistern, ist eine strukturierte Vorbereitung unerlässlich. Ein individuell angepasster Lernplan hilft dabei, den umfangreichen Stoff in handliche Portionen aufzuteilen und Wissenslücken gezielt zu schließen. Mit einer gezielten Vorbereitung auf das Examen Pflegefachkraft legen angehende Fachkräfte den Grundstein für einen erfolgreichen Berufsstart.

Die drei Phasen des optimalen Lernplans

Eine langfristige Vorbereitung von etwa sechs Monaten hat sich in der Praxis bewährt. Ein solcher Zeitraum verhindert Last-Minute-Panik und ermöglicht es, den Lernstoff nachhaltig zu verankern. Der Lernprozess lässt sich dabei idealerweise in drei aufeinander aufbauende Abschnitte gliedern: die Fokusphase, die Vertiefungsphase und die Simulationsphase. Digitale Tools wie der Prüfungstrainer unterstützen diesen Ablauf optimal, indem sie personalisierte Pläne erstellen und sich dem individuellen Lerntempo anpassen. Dadurch behalten Auszubildende stets den Überblick über bereits gelernte Themen und noch offene Baustellen.

  • Fokusphase (Monate 1 bis 3): In dieser ersten Phase steht die systematische Erarbeitung der theoretischen Grundlagen im Vordergrund. Themenbereiche wie Anatomie, Pflegewissenschaften und Pharmakologie werden strukturiert durchgegangen, um ein solides Fundament aufzubauen.
  • Vertiefungsphase (Monate 4 und 5): Das erworbene Wissen wird nun aktiv wiederholt und vertieft. Durch den Einsatz von intelligenten Karteikarten und praxisnahen Fallbeispielen wird das Gelernte gefestigt und die Verknüpfung zur täglichen Pflegepraxis hergestellt.
  • Simulationsphase (Monat 6): Der letzte Monat vor den Prüfungen dient der Simulation des Ernstfalls. Unter realen Bedingungen und Zeitdruck werden vollständige Prüfungen durchgespielt, um die Zeiteinteilung zu optimieren und Prüfungsangst gezielt abzubauen.

Die Rolle digitaler Helfer im Alltag

Der Alltag in der Pflegeausbildung ist eng getaktet und lässt oft wenig Spielraum für stundenlange Lernsitzungen am Schreibtisch. Genau hier liegt der Vorteil moderner Lerntechnologien. Ein adaptiver Prüfungstrainer ermöglicht es den Lernenden, kurze Pausen oder die Pendelzeit im Nahverkehr effizient zu nutzen. Durch die Bereitstellung von Hunderten von originalgetreuen Fragen und strukturierten Lerneinheiten direkt auf dem Smartphone wird das Lernen in den Alltag integriert. Für die gezielte Unterstützung in der bietet Absolveo genau diese Flexibilität. Die Software merkt sich falsche Antworten und präsentiert sie über Algorithmen zur Wiederholung genau dann, wenn sie drohen, in Vergessenheit zu geraten.

Wie Ausbildungsbetriebe unterstützen können

Der Erfolg bei der Abschlussprüfung ist keine reine Aufgabe der Auszubildenden. Eine aktive Unterstützung durch Pflegedienste, Krankenhäuser und Bildungsträger steigert die Erfolgsquote erheblich. Unternehmen, die eine moderne Lernumgebung schaffen, können den Lernfortschritt ihrer Schützlinge aktiv fördern. Mit dem Ausbildungsmanager von Absolveo erhalten Betriebe ein mächtiges Werkzeug, um die theoretische und praktische Ausbildung eng zu verzahnen. Ausbilder können den Fortschritt überwachen, gezielt Fördermaßnahmen initiieren und die Auszubildenden strukturiert auf dem Weg zum Examen begleiten. Auf diese Weise profitieren beide Seiten von einer strukturierten und transparenten Prüfungsvorbereitung.

Die Rolle der Ausbildungsbetriebe und Praxisanleiter im Prüfungsverlauf

Die heiße Phase der generalistischen Pflegeausbildung verlangt nicht nur den Auszubildenden alles ab. Auch für Ausbildungsbetriebe, Pflegeschulen und Praxisanleiter stellt das Examen nach der Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV) eine organisatorische Herausforderung dar. Die Kooperation zwischen allen Beteiligten ist entscheidend für den Prüfungserfolg. Praxisanleiter übernehmen im neuen System eine zentrale Rolle: Sie sind nicht mehr nur beratend tätig, sondern agieren als offizielle Fachprüfer, die aktiv an der Notenvergabe beteiligt sind[2]. Für die Pflegedienst- und Ausbildungsleitung bedeutet dies, dass Prüfungsabläufe und die Freistellung der Mitarbeitenden präzise koordiniert werden müssen, um den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden.

Gezielte Vorbereitung auf die praktische Prüfung

Die praktische Prüfung bildet den Auftakt des Examens und stellt hohe Anforderungen an die klinischen Kompetenzen der angehenden Pflegefachkräfte. In enger Absprache mit der Pflegeschule wählen Praxisanleiter geeignete Patientinnen und Patienten aus, für die der Prüfling am Vortag einen umfassenden Pflegeprozessplan ausarbeiten muss[2]. Um Prüfungsängste abzubauen und Abläufe zu festigen, sollten Praxisanleiter im Vorfeld realitätsnahe Simulationen durchführen. Das systematische Üben der Fallvorstellung, der eigentlichen Pflegehandlungen am Krankenbett und der anschließenden Reflexion gibt den Auszubildenden die notwendige Sicherheit für den Ernstfall.

PrüfungsphaseDauerAblauf und Anforderungen
FallvorstellungMaximal 20 MinutenDer Prüfling stellt den Fachprüfern die ausgewählten Patienten, deren Pflegebedarf sowie den geplanten Ablauf vor und übergibt die schriftliche Pflegeprozessplanung.
Praktische PflegeanwendungCa. 200 MinutenDer Prüfling führt die geplante Pflege an mindestens zwei pflegebedürftigen Personen durch. Die Fachprüfer beobachten und bewerten die Maßnahmen im Hintergrund.
ReflexionsgesprächCa. 20 MinutenIm Anschluss an die Pflege bewertet der Prüfling das eigene Handeln kritisch, begründet Entscheidungen und erläutert alternative Lösungswege.

Freistellung und administrative Unterstützung

Neben der praktischen Anleitung erfordert die Vorbereitung auf die schriftlichen und mündlichen Prüfungsteile erhebliche zeitliche Ressourcen. Die schriftlichen Prüfungen finden an drei aufeinanderfolgenden Tagen statt und dauern jeweils 120 Minuten[2]. Ausbildungsbetriebe stehen in der Pflicht, ihre Auszubildenden für diese Phasen sowie für die nötige Vorbereitungszeit verlässlich freizustellen. Um den administrativen Aufwand für Dienstpläne, Freistellungen und den Nachweis von Praxisstunden zu minimieren, greifen zukunftsorientierte Betriebe auf digitale Lösungen zurück. Mit einem modernen Ausbildungsmanager lassen sich alle Einsätze, Lernfortschritte und gesetzlichen Vorgaben transparent dokumentieren, sodass Praxisanleiter entlastet werden und mehr Zeit für die direkte Betreuung der Prüflinge bleibt.

Eine strukturierte Begleitung durch den Betrieb legt das Fundament für eine erfolgreiche Abschlussprüfung und sichert dem Unternehmen langfristig qualifizierte Fachkräfte. Die Kombination aus engagierter Praxisanleitung und einer modernen, digitalisierten Pflegeausbildung nimmt den Prüfungsphasen ihren Schrecken und sorgt für eine effiziente, rechtssichere Organisation auf beiden Seiten.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die schriftliche Prüfung im Pflegefachkraft-Examen?

Der schriftliche Teil des Pflegefachkraft-Examens besteht aus drei Aufsichtsarbeiten an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Jede Arbeit hat eine Bearbeitungszeit von genau 120 Minuten, wie in der PflAPrV gesetzlich geregelt.

Wie viele Minuten sind für die praktische Pflegeprüfung angesetzt?

Die praktische Prüfung soll laut der gesetzlichen Verordnung (PflAPrV) ohne den Vorbereitungsteil eine Dauer von 240 Minuten nicht überschreiten. Darin sind auch das Reflexionsgespräch und die Fallvorstellung enthalten.

Was passiert, wenn man einen Teil des Pflege-Examens nicht besteht?

Jeder der drei Prüfungsteile (schriftlich, mündlich und praktisch) muss einzeln mit mindestens der Note 'ausreichend' (Note 4) bestanden werden. Wird ein Teil nicht bestanden, kann dieser nachgelagert wiederholt werden.

Wie läuft das Reflexionsgespräch in der praktischen Prüfung ab?

Das Reflexionsgespräch findet direkt im Anschluss an die praktische Pflegesituation statt. Es dauert maximal 20 Minuten. Der Prüfling erläutert und begründet seine Pflegeentscheidungen und reflektiert sein Handeln vor den Prüfern.

Welche Dauer hat die mündliche Prüfung im Pflege-Examen?

Die mündliche Prüfung wird als fallbezogenes Fachgespräch geführt. Für einen einzelnen Prüfling liegt die gesetzliche Prüfungsdauer in der Regel bei mindestens 30 und höchstens 45 Minuten.

Wie viele Personen beginnen jährlich eine Pflegeausbildung in Deutschland?

Laut dem Statistischen Bundesamt begannen im Jahr 2024 bundesweit knapp 59400 Personen eine generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann.

Quellen

  1. gesetze-im-internet.de
  2. easysoft.de
  3. kopa-berlin.de
  4. destatis.de

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